Burghausen Sehenswürdigkeiten – Reiseführer

Burghausen

Mittelalter und eine hochkarätige Jazztradition – hier gibt es beides.

Der Rundgang durch Burghausen beginnt bei der Burg oberhalb der Salzach, der mit 1043 m längsten Burganlage Deutschlands. Herzog Heinrich XIII. liess sie im 13. Jh. errichten, um 1480 wurde sie auf die heutige Grösse erweitert. Um in ihren Kern vorzudringen, muss man alle vorgelagerten Burghöfe durchqueren. Die zahlreichen Türme des 6. Burghofs stammen überwiegend aus dem 14.-18. Jh. In der Rentmeisterei, einem Wohn- und Wehrturm aus dem 15. Jh., befindet sich das Fotomuseum. Im 5. Burghof ist die spätgotische Hedwigskapelle (1479-89) besonders sehenswert. Unheimlich muten Hexen- und Folterturm im 4. Hof an, in denen vermeintliche Hexen und Verbrecher auf ihren Prozess oder auf ihre Hinrichtung warten mussten. Im 3. Hof befinden sich >Schwurfinger< (Schwalbenschwanz-Zinnen an der Westseite der Mauer) und die >Pfefferbüchsen< (drei Geschütz- und Wachtürme).



Durch das 1494 erbaute Georgstor betritt man den 2. Hof mit der Hauptburg. Beeindruckend ist der 1. Burghof mit den Frauengemächern, die heute das Stadtmuseum beherbergen, sowie dem Dürnitz, einem Versammlungsraum aus dem 13. Jh. Darüber befinden sich heute Museumssäle der Staatlichen Sammlung. Vom Burgeingang geht es den Hofberg hinunter zum Stadtplatz und zur Studienkirche St. Joseph (1630/31) mit ihrer prachtvollen frühbarocken Fassade. Spätrenaissance und Frühbarock prägen das Kurfürst-Maximilian-Gymnasium, dessen Aula schöne Fresken und Stuckierung (1700-36) zeigt. Nach Süden geht man weiter zum im Rokokostil erbauten Tauffkirchen-Palais. Einen Akzent setzt der Marienbrunnen (1440) mit seiner markanten Säule (17. Jh.). Die Schutzengelkirche und das Institut der Englischen Fräulein (1731) spiegeln den Spätbarockstil wider. Jenseits der Bruckgasse zieht das ehem. Regierungs- und heutige Stadtsaalgebäude (Mitte 16. Jh.) mit seinen drei Renaissancetürmen die Blicke auf sich. Eine schöne Rokokofassade zeigt die Stadtapotheke. Klassizistisch mutet das aus dem 14. /15. Jh. stammende Rathaus an, das innen noch gotisch ist. Das Wappentier Herzog Heinrichs ziert den Löwenbrunnen  (17. Jh., heutige Form von 1976).

Neugotisch ist dagegen die an Gedenksteinen reiche Kirche St. Jakob (12. Jh.) ausgestattet. Ein Teil der von historischen Gebäuden gesäumten Fussgängerzone, >In den Grüben< ist als >Street of Fame< bekannt, denn hier ehren Gedenktafeln jene Weltstars, die bislang bei der Internationalen Jazzwoche von Burghausen aufgetreten sind. Im Mautnerschloss (l6. Jh.) wohnte einst der Autor Ludwig Thoma (1867-1921). Schliesslich geht es über das >Platzl< zur Heilig-Geist-Spitalkirche  (um 1325 geweiht, 1777 barockisiert).

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