Zwickau Sehenswürdigkeiten – Online Guide

Zwickau

‘Zwickaus Bergbau, Industrie und Handel standen den Musen nicht im Weg.’

Das 1118 erstmals urkundlich erwähnte Zwickau hat sich im Laufe der Zeit von einem traditionellen Bergbauort zu einer schmucken Jugendstilstadt gemausert, die zu entdecken sich lohnt. Der Rundgang durch die Altstadt beginnt am Hauptmarkt 5 beim Robert- Schumann-Haus (um 1500/1956), in dem am 8. Juli 1810 der grosse Komponist geboren wurde. Heute ist dort die Schumann-Gedenkstätte untergebracht. Die südliche Platzfront des Marktes bildet das dreigeschossige Rathaus. Es entstand 1403, nachdem der Vorgängerbau bei einem Stadtbrand völlig zerstört worden war.

Über dem Haupteingang des Rathauses, das erst 1866/67 seine neogotische Fassade erhielt, ist das grosse Zwickauer Stadtwappen zu sehen. Schräg gegenüber steht das im Jahr 1901 feierlich enthüllte Robert-Schumann-Denkmal in der Gewandhausstrasse findet man das Puppentheater. 1952 wurde es unter dem Namen Theater der Jugend gegründet; seit 1987 besitzt das Theater an dieser Stelle eine eigene Bühne und bietet ein abwechslungsreiches Programm – und das keineswegs nur für Kinder. Nur ein paar Schritte weiter steht das Gewandhaus (1522-25). 1823 wurde es mit der Oper >Der Freischütz< von Carl Maria von Weber eröffnet. Bei der Premiere soll übrigens der gerade einmal 13-jährige Robert Schumann begeisterter Zuschauer gewesen sein. Heute ist der historische Bau Hauptspielstätte des Theaters Plauen-Zwickau. Die >Brille< in der Spitze der spätgotischen Giebelfassade erinnert an die ehem. Funktion dieses Gebäudes als Zunft- und Handelshaus der Tuchmacherinnung. Nicht weit ist es von hier zum Dünnebierhaus (1480), heute auch gerne >Hochzeitshaus< genannt, da hier seit 1984 Eheschliessungen stattfinden. Mit seinem filigranen Staffelgiebel und den kunstvollen Vorhangbogenfenstern ist es ein höchst beeindruckendes Beispiel der spätmittelalterlichen Baukunst in Zwickau. Vorbei am Pulverturm (15. Jh.), dem letzten Überrest der einstigen Stadtbefestigung, macht der Rundgang Halt an der Katharinenkirche. Diese spätgotische Hallenkirche geht zurück auf eine im frühen 13. Jh. gegründete Klosterkirche und war 1520-21 Wirkungsstätte des protestantischen Theologen Thomas Müntzer. Unbedingt ansehen sollte man sich den Auferstandenen Christus von Peter Breuer und die Sandsteinkanzel von Paul Speck. Etwas nördlich des Gotteshauses liegt das ehedem kurfürstliche, lange Zeit als Gefängnis genutzte Schloss Osterstein, ein Renaissancebau, der nach Wiederaufbau als Senioren-Wohnanlage dienen soll, per Obersächsischen Spätgotik zuzurechnen ist der im Zentrum gelegene Dom St. Marien im Herzen der Altstadt, dessen älteste erhaltene Teile aus dem Jahr 1336 stammen. Seinem prunkvollen Äusseren entspricht die wertvolle Sakralausstattung, aus der vor allem der Wandelaltar von Michael Wolgemut hervorsticht. Unweit davon liegt der Kornmarkt mit dem Schiffchen, einem Bauwerk aus der Spätgotik und Frührenaissance, das 1967/68 in Originalgestalt wieder aufgebaut wurde. An der Giebelfassade des Spitzdaches befinden sich die traditionellen Handwerkszeichen der Seiler. Schräg gegenüber in südwestlicher Richtung lohnt ein kurzer Abstecher zur Grünhainer Kapelle (13. Jh.), deren gotisches Kreuzgewölbe noch gut erhalten ist. Heute beherbergt sie das Restaurant im Alten Kloster. In den warmen Monaten findet im ehem. Klosterhof ausserdem ein Sommertheater statt. Schon fast in Sichtweite, unweit des Doms, erheben sich die vier Priesterhäuser, die als älteste städtische Wohnbauten in Ostdeutschland gelten. Nach jüngsten Untersuchungen reicht ihre Bausubstanz bis ins 13. Jh. zurück. Sie wurden in den letzten Jahren einer umfassenden originalgetreuen Restaurierung unterzogen und beherbergen eine Dauerausstellung zu Stadt- und Kulturgeschichte mit Schwerpunkt auf dem 15./16.Jh. Ein ungewöhnliches Denkmal findet sich auf dem Georgenplatz. Hier hat man 1998 ein Kultobjekt aus reinem Plastik verewigt: In der Geburtsstadt des legendären >Trabi< steht das Trabant-Denkmal als Erinnerung an das – bis 1991 produzierte – erfolgreichste Automodell der DDR.



Zwickau Bild 1

Stadt Zwickau – Sachsen – Einwohner: 97.000: www.Zwickau.de, Bilder von Attraktionen, Nachrichten, Kultur & Tourismus, Leben in Zwickau, Sport, Wirtschaft & Wissenschaft, Politik & Veranstaltungen. Stadtporträt, Museen & Gedenkstätten, Ausstellungen & Galerien, Musik & Film (Video), Literatur, Theater, Bibliotheken & Archive, Kulturorte, Übernachten, Tourist-Service, Stadtführungen und Reiseangebote, Reiseführer Online. Presse: www.freiepresse.de/LOKALES/ZWICKAU/ZWICKAU/.

Hochwasser 2013 Video in Zwickau: youtu.be/j7fKcstC6bI.

Fotos:

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>